Ich wusste schon immer, dass ich nicht einfach dafür da bin, irgendeinen Job zu machen,
etwas zu lernen und dann dieses „normale“ Leben in Schablone zu führen. Abitur, Ausbildung,
hoffentlich gut bezahlte Stelle – du hast ja sogar studiert. Das kam für mich nie in Frage.
Ich war schon als Mädchen eher die Revoluzzerin, eher die Amazone als die, die sich eine
stabile Basis im Hier und Jetzt aufbaut. Mein Zuhause war immer mehr die
feinstoffliche und geistige Welt als die materielle Verstandeswelt – und das prägt
mich bis heute.
Was mich immer geleitet hat, war mein Gefühl. Dieses tiefe Wissen, dass ich etwas tun muss –
oder dass ich es tatsächlich lassen muss. Als Kind habe ich schon viel mehr gespürt, als
sich erklären ließ. Heute weiß ich, dass genau das der Kern von allem ist, was ich weitergebe.
Meine Pferde und die Menschen, die ich begleite, geben mir die Kraft für alles, was hier
gerade entsteht. Die Ranch mit den Trainingspferden, meinen eigenen und den Einstellern.
Und die Menschen, die mir vertrauen und mit ihrem Pferd hierherkommen – weil dieser Ort für
sie Ruhe bedeutet, Aufladen, Gemeinsamkeit, Freude. Und vor allem: Angenommensein.
Diesen Ort werde ich schützen und hüten. Das ist meine Aufgabe.
Der Pferde, die hier auf meiner Ranch leben. Und aller Menschen und Tiere, die sich
entschieden haben, Teil des Ganzen zu sein.